Zentrale Klimageräte
Schon beim Neubau eines Hauses ist die Einrichtung einer zentralen Klimaanlage mit zu planen. Der nachträgliche Einbau ist mit großen Eingriffen in die Bausubstanz und erhöhten Kosten verbunden. Mittels eines zentralen Zuluftgeräts und eines Abluftgeräts werden alle Räume des Gebäudes über Luftkanäle mit gekühlter, gefilterter, ent- oder befeuchteter Luft versorgt. Zusätzlich kann eine solche Anlage als Heizung dienen. Die zentralen Bauteile befinden sich zumeist im Keller oder unter dem Dach des Hauses.
Eine zentrale Klimaanlage ist bezüglich der Anschaffungskosten die teuerste Variante der Klimatisierung, kann sich aber aufgrund geringerer Betriebskosten und besonderem Komfort als durchaus lohnenswert erweisen.
Vorteile der zentralen Klimatisierung
Obwohl die Lüftungsanlagen zentral angebracht sind, ist jeder Raum individuell klimatisierbar. So kann beispielsweise der unter Sonneneinstrahlung liegende Gebäudeteil stärker gekühlt werden, während an der Hauptverkehrsstraße liegende Räumlichkeiten einer besonders gründlichen Luftfilterung unterzogen werden.
Die Verwendung einer zentralen Klimaanlage bietet den besten Schutz vor als Zugluft wahrgenommene, unangenehme Luftströmungen und ist in den einzelnen Räumen optisch unauffällig.
Die zenrale Klimatisierung erfüllt weiterhin alle Anforderungen bezüglich einer hohen Luftqualität und möglichst geringer laufender Kosten: Ein zentrales Klimagerät arbeitet mit hoher Energieeffizienz, da die Lüftungselemente aufgrund ihrer Größe mit besonders leistungsfähigen Komponenten bestückt werden können, wie zum Beispiel hochwirksame Wärmerückgewinnungssysteme. Außerdem besteht die Möglichkeit, architektonische Besonderheiten zur Vermeidung von Energieverlusten zu nutzen, wenn die Anlage zum Beispiel in eine Doppelfassade eingebaut wird.
Eine integrierte Schalldämmung senkt den Geräuschpegel des Geräts erheblich. Außerdem sind bei der zentralen Klimatisierung die geringsten Wartungskosten einzukalkulieren, da die Anzahl der Bauteile stark verringert ist.
Verschiedene Systemtypen
Es existieren zwei verschiedene Grundtypen zentraler Klimageräte:
Die Luft-/Wasserführenden Anlagen nutzen Flächenheizsysteme und Flächenkühlsysteme, die aus mit Wassern gefüllten Kammern bestehen. Die zentralen Bauelemente sorgen weiterhin für die Klimatisierung der von außen zugeführten Luft, indem sie diese temperieren, befeuchten, entfeuchten, filtern und ins Hausinnere befördern.
Dieses Modell bietet die größte Flexibilität bezüglich der individuellen Klimatisierung einzelner Räume bzw. Gebäudeteile.
Die Nur-Luft-Anlagen regeln die Klimatisierung komplett über die zugeführte Luft und sind vor allem für den Einsatz in sehr großen Räumen geeignet. Auch Räumlichkeiten, in denen wassergefüllte Flächensysteme störend wirken, sind für nur mit Luft arbeitende Anlagen prädestiniert. So werden vor allem in großen Theatern, Kaufhäusern und Versammlungsräumen Nur-Luft-Anlagen installiert.
Das Einkanal-Klimagerät gehört zu den ältesten Klimasystemen und hat einen großen Energiebedarf. Zweikanal-Anlagen sind eine technische Erweiterung, die eher den modernen Anforderungen entspricht: Warm- und Kaltluftkanal werden getrennt, in Mischkästen wird die daraus strömende Luft nach Bedarf vermengt. Doch auch hier ist mit höheren Betriebskosten zu rechnen, als bei dem zusätzlich mit Wasser arbeitendem System

